Die Wahllokale sind geschlossen. Alle Nomnierungen wurden berücksichtigt. Der letzte Kandidat wurde gewählt. Hier sind sie also nun.

Die subjektiv-ultimativ schlechtesten Fernsehsendungen der Nation:

1. Christiansen

Warum diese sinnentleerte Quasselsendung einen solchen Erfolg darstellt wird mir stets unbegreiflich bleiben. An der Moderatorin liegt es jedenfalls nicht. Wo ein leitender Eingriff notwendig wäre, lässt sie die Politiker aufeinander losgehen, wenn es interessant zu werden droht wird jäh unterbrochen. Sie stellt ohnehin nur eine Moderatorenpuppe dar, geleitet durch den Mann/Frau im Ohr."

2. TV Total

Was waren die ersten Sendungen eine humoristische Sensation. Erstmals - neben "Kalkofes Mattscheibe" - nahm sich das Fernsehen selbst auf die Schippe. Unerträglich wurde es aber mit der nahezu täglichen Ausstrahlung, was vor allem seinem dumpfen Moderator zu verdanken ist. Jedwede subtilen Anspielungen werden zugunsten von Kalauern und Klamauk geopfert. Der Moderator vermag es auch nach Jahren noch nicht fehlerfrei seine Gags abzulesen oder gekonnt zu präsentieren.

3. Kerner

Die interessantesten Gäste kommen in seine Talksendung und er vermag ihnen nichts mehr als Plattitüden zu entlocken. Besser als ich es je könnte hat es - wieder einmal - Medienjournalist Stefan Niggemeier formuliert.

4. Oliver Geissen

Der joviale, stets heitere Bursche der uns mit seinem Dauergrinsen in den Wahnsinn zu treiben droht. Er steht hier allerdings nur sinnbildlich für seinen Arbeitgeber RTL und dessen momentaner Ideen- und Konzeptlosigkeit, die schon in den - leider - zahlreichen namensgebenden Show-Sendungen zum Ausdruck kommt. "Ultimativ" muss sie jedenfalls sein! Ob Chartshow oder Starpoträt Allzweckwaffe Geissen steht bereit. Einer der letzten Daily-Talker und ehemaliger Big-Brother-Moderator sollte auf Ehrlichkeit und Transparenz drängen und sein Publikum zukünftig - gleich welche Show - mit den Worten begrüssen: "Willkomen bei der ultimativen Zuschauerverarschung!"

5. Oliver Pocher

Auch unser zweiter Olli in dieser Reihe versinnbildlicht, dass man in Ermangelung von Talent zumindest durch permanente Penetranz ins Fernsehen kommen kann.

Special thanks for technical support to: MetalSandra & WhiplasWilli :wave:

6.DSDS

Abkürzungen machen die Sache - ähnlich wie bei "GZSZ" - leider nicht erträglicher und verdeutlichen zumindest eines: ein Land, in dem nicht Millionen "DSDS" anschauen, ist unregierbar. Frau Merkel wird aufatmen.

7.Lenßen & Partner

Trash at its best. Diese Sendungen kann man gar nicht einkategorisieren und bilden einen wesentlichen Baustein in der Fernseh-Kloake.

8.Comedy-Shows

Hier wird Lautstärke mit Komik verwechselt. Je dünner die Pointe - falls überhaupt vorhanden - desto lauter wird sie hinaus gebrüllt. Wenn ich blöd bin, schreie ich es doch auch nicht jedem ins Gesicht! Es erinnert fatal an die künstlichen Band-Lacher die bei mancher US-Comedy-Serie eingespielt werden: Ihr dürft jetzt lachen! Zum Heulen! :'(

9.Telenovelas

"Lotta in Love" ist die nächste Telenovela die uns nun täglich heimsucht. Der Unterschied zur Daily-Soap? Die Endlichkeit! Wobei auch über 100 Folgen unendlich langweilig sein können... :zz:

10. Florian Silbereisen

Wie Sabine Christiansen für Polik-Quasselquark (Tautologie oder Neologismus?) oder Oliver Geissen für den Daily-Talk oder als „ULTIMATIVE“ Allzweckwaffe steht dieser Name symbolisch für ein schlicht unfassbares Genre.

Der Volksmusik!

Der ein oder andere mag nun einwenden, das deren Defizite zu offensichtlich seien als das sie sich noch karikieren ließen. Diesen Kritikern rufe ich entgegen: Irrtum!

Sicher, eine Branche die verlogener, zynischer und artifizieller mit ihrer „Heile-Welt-Vorgaukelei“ nicht sein könnte. Die einen singenden Albino-Bäcker mit Sonnebrille hervorbrachte, der nicht in einem Pflegzentrum landete oder dem sozialen Abstieg anheim fiel, sondern zum Millionär wurde. Mit Liedern wie

„Schwarzbraun ist die Haselnuss. Schwarzbraun bin auch ich. Schwarzbraun soll mein Mädel sein, geradezu wie ich!“

befassten sich seine Texte aber bereits frühzeitig kritisch mit dem Thema Zwangsprostitution.

Auch renitente Briten wie Roger Whittaker der zwar mit deutschen Liedern Geld scheffelt, sich aber penetrant der Integration verwehrt indem er die deutsche Sprache gar nicht beherrscht. Angeblich zum Eigenschutz. Maria und Margot Hellwig, Karel Gott, Patrick Lindner, die Wildecker Herzkasper und wie sie alle scheissen…

Aber durch den dauergrinsenden Florian Silbereisen hat diese Freakshow nun ein neues, nicht für möglich gehaltenes Level der Volksverarschung erreicht. Nicht nur das diese Moderatorenpuppe aus den Klon-Katakomben des „Musikanten-Wahnsinns“ entsprungen sein muss und stets in diesen (Fernseh-)Anstalten, sowie den Pappkulissen der diversen Volksmusiksendungen sein Unwesen treibt. Nein, das genügt den Klon... Programm-Verantwortlichen noch nicht. Es erfolgt mittlerweile auch der Einsatz in Spielfilmlänge und somit gänzlich unerwartet, aber keineswegs weniger schockierend.

Es war wie ein Unfall! Einfach schrecklich, aber man musste hinsehen!

So gesichtet am vergangenen Wochende im Abendprogramm der ARD, als dieser „Hansi-Hinterseer-Verschnitt“ doch am Ende im weißen Anzug und in gleichfarbiger Kutsche trällernd der am Rande beiwohnenden begeisterten Landbevölkerung zuwinkte und gen Hochzeitskirche fuhr. In der er kurz zuvor, wiederum singend (in Ermangelung eines geeigneten Verbs) mit einigen Nonnen eine faszinierende Performance auf dem Altar hinlegte. Hielt ich es anfangs noch für eine Farce auf Whoopi Goldbergs “Sister Act“ stellte es sich alsbald als ernstgemeinter Beitrag heraus.

Der totgeglaubte und -gehoffte Heimat- und Singfilm der 60er und 70er zeigte erneut seine hässliche Fratze. Eingedenk dieses Fazits wiederum eine geradezu treffliche Besetzung. Es gilt so manches Urteil der Vergangenheit zu revidieren.

Man tat „Heintje“ und „Roy Black“ viel Unrecht!